KI-Bilder kennzeichnen: Neue Kennzeichnungspflichten nach der KI-Verordnung
- Kai Surmann

- vor 21 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
KI-Bilder kennzeichnen wird für Unternehmen mit Inkrafttreten der neuen Transparenzpflichten der EU-KI-Verordnung zunehmend zur gesetzlichen Pflicht. Insbesondere Marketingabteilungen, Agenturen und Unternehmen, die KI-generierte Inhalte veröffentlichen, müssen künftig neue Vorgaben beachten. Der Beitrag erläutert, wann eine Kennzeichnung erforderlich ist und welche rechtlichen Risiken bei Verstößen drohen.

KI-Bilder kennzeichnen: Neue Transparenzpflichten der KI-Verordnung
Die zunehmende Nutzung von KI-generierten Bildinhalten (sogenannten Deepfakes oder AI-generated Assets) bringt neue rechtliche Transparenzpflichten mit sich. Was für die Ästhetik durchaus ein Gewinn sein kann, stellt Unternehmen vor eine klare Pflicht, die Kennzeichnung. Diese Pflicht ist von Unternehmen zeitnah zu erfüllen, und zwar mit Inkrafttreten der KI-Verordnung ab dem 02. August 2026 (vgl. Art, 113 KI-VO)
Wann Unternehmen KI-Bilder kennzeichnen müssen
Die EU-KI-Verordnung stellt sicher, dass Nutzer nicht über die Herkunft von Inhalten im Unklaren gelassen werden. Dies dient dem Schutz vor Desinformation und der Wahrung der Authentizität:
Kennzeichnungspflicht: KI-generierte oder -manipulierte Inhalte müssen als solche erkennbar sein. Dies betrifft insbesondere Bilder, Audio- und Videoinhalte, die eine Person, einen Ort oder ein Ereignis real erscheinen lassen (vgl. Art. 50 der KI – VO)
Ausnahmen: Rein kreative, offensichtlich künstlerische Bearbeitungen oder Inhalte mit einer rein marginalen Bedeutung unterliegen abweichenden Regelungen. Die Abgrenzung ist jedoch oft fließend und erfordert im Zweifelsfall eine genaue Prüfung.
Risiken bei fehlender Kennzeichnung von KI-Bildern
Eine fehlende oder unzureichende Kennzeichnung von KI-Bildern ist für Unternehmen mit durchaus erheblichen wirtschaftlichen und aufsichtsrechtlichen Risiken verbunden:
Abmahnrisiken: Wettbewerbsrechtliche Konsequenzen durch irreführende Werbung.
Bußgelder: Die KI-VO sieht bei Verstößen gegen Transparenzpflichten empfindliche Sanktionen vor.
Vertrauensverlust: Kunden reagieren sensibel auf eine wahrgenommene Täuschung, was den Ruf Ihrer Marke langfristig schädigen kann.
KI-Bilder kennzeichnen: Handlungsempfehlungen für Unternehmen
Rechtssicherheit beginnt bei der Prozessgestaltung. Wir unterstützen Sie dabei, Ihre visuelle Kommunikation rechtssicher zu strukturieren:
Audit Ihrer Assets: Wir prüfen Ihre verwendeten Bildmedien und bewerten, ob und in welcher Form eine Kennzeichnungspflicht nach der KI-VO besteht.
Implementierung von Workflows: Wir entwerfen für Ihre Marketing- und Kommunikationsabteilungen klare Richtlinien, wie KI-Assets gekennzeichnet werden müssen – sei es durch Wasserzeichen, Metadaten oder explizite Hinweise im Text.
Fazit: Transparenz schafft Vertrauen und Rechtssicherheit
Die Kennzeichnung von KI-generierten Bildern wird künftig ein fester Bestandteil rechtskonformer Unternehmenskommunikation sein. Unternehmen sollten ihre Marketing- und Kommunikationsprozesse frühzeitig überprüfen und an die Vorgaben der EU-KI-Verordnung anpassen. Eine transparente Kennzeichnung stärkt nicht nur die Rechtssicherheit, sondern schafft auch Vertrauen bei Kunden, Geschäftspartnern und der Öffentlichkeit.
Rechtssichere Umsetzung der Kennzeichnungspflichten für KI-Inhalte
Die Transparenzpflichten der EU-KI-Verordnung verlangen ein präzises Management Ihrer digitalen Assets. Rechtsanwalt Kai Alexander Surmann berät Sie umfassend bei der rechtssicheren Kennzeichnung von KI-generierten Bildern und der Etablierung einer compliancekonformen Kommunikationsstrategie.




